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studio.rubenz

das kleine Salzburger Qualitätsstudio für Webentwicklung

19. August 2013

Ein kurzer Gedanke zum kurzen Gedankenstrich

Als Grafiker ist man’s gewohnt, sich mit den kleinsten Details zu befassen. Auch im Schriftbild darf jedes Zeichen stimmen: Detailtypografie nennt man das dann.

Sie wollen selbst probieren? Gerne! Finden Sie die Unterschiede in den zwei Versionen des selben Satzes:

Gutes Grafik–Design istnndas wird jeder verstehennnauch der Lesbarkeit verpflichtet.
Gutes Grafik-Design ist – das wird jeder verstehen – auch der Lesbarkeit verpflichtet.

Wie Sie sicher erkannt haben, liegt der Unterschied in den jeweiligen Strichlängen. Doch nur eine Variante ist – typografisch gesehen – richtig, nämlich die zweite!

kurz: das Divis
ein Trennungsstrich am Zeilenende und Bindestrich bei zusammengesetzten Wörtern
Bsp. Grafik-Design

Auf der Tastatur ist das der Standardstrich bzw. das Minus.

lang: der Gedankenstrich
als Denkpause und bei Einschüben, eingebettet in zwei Wortzwischenräume
Bsp. Design oder nicht sein – das ist hier die Frage!

Auf der Tastatur drückt man am Mac [APFEL]-[Bindestrich], am Windowsrechner [STRG] gleichzeitig mit dem Minus am Ziffernblock.

Wer auf die richtige Strichlänge achtet, wird – optimistisch geschätzt – bereits ca. 80% aller detailtypographischen Probleme beseitigen.

technisches PS:
Wordpress, Word und andere textverarbeitende Systeme ersetzen mittlerweile falsch gesetzte Striche automatisch. Deswegen musste ich in diesem Blog-Eintrag auch auf einen kleinen Trick zurückgreifen. Wen’s interessiert: der Quellcode verrät’s.